Bemerkung melden

Ambientfestival 2016

Das Internationale Ambientfestival drückt die Idee eines ungemein schlüssigen, auf eigene Art stilistisch hermetischen Ereignisses entgegen jeglicher Oberflächlichkeit im Prozess der Kreation und des Empfangs der Kunst aus. Wir wollen Gattungen und Künstler präsentieren, deren Schaffen einen nicht gleichgültig lässt, die Kunst darbieten, welche vom Zuschauer ein volles emotionales und intellektuelles Engagement fordert.

Unser Festival schöpft seine Inspiration aus der Musik, die es nicht ausreicht zu hören – sehr oft muss diese erst erhört werden. Das ist eine Kunst eher für das Ohr als für den Körper. Sie ist wichtig im sozialen Kontext, denn sie schafft einen einmaligen Treffraum für junge Künstler mit vollem Bewusstsein ihrer künstlerischen Avantgarde-Herkunft und Empfänger, die nicht selten nach qualitativ reichen Elementen der kulturellen Identität suchen.

Programm des VII. Internationalen Ambientfestivals:

02.12.2016, Sala Gotycka (Gotischer Saal) (ul. Purkyniego 1, Wrocław), 20:00 Uhr
Julianna Barwick
Pleq
Grzegorz Bojanek
Ebauche


03.12.2016, Sala Gotycka (Gotischer Saal) (ul. Purkyniego 1, Wrocław), 20:00 Uhr
The Sight Below
Christoph Berg
Piotr Cisak &Freeze
Opollo


04.12.2016, Synagoge zum Weißen Storch (ul. Włodkowica 5a, Wrocław), 19:00 Uhr
Greg Haines
Masayoshi Fujita
Maciek Szymczuk

Tickets sind auf: www.eventim.pl und in allen Verkaufspunkten von Eventim (Empik, Media Markt, Saturn) erhältlich.

Tickets:
3 Tage-Pass: 95zł
Einzelticket: 40zł (Vorverkauf), 50zł (während des Festivals)

Mehr Informationen auf: www.ambientalny.pl
Der Organisator des Festivals ist der Wrocławer Klub FORMATY.
Das Ambientfestival wird im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 durchgeführt.

Eingeladene Gäste:
Julianna Barwick ist eine amerikanische Künstlerin, die in Louisiana geboren und nun auf  Brooklyn wohnhaft ist. Ihre Musik kumuliert sich um viele Schleifen und Schichten ihrer Stimme. Barwick, die ihre Stimmklänge dem Aufwachsen auf dem Lande und der Mitgliedschaft im Kirchenchor zuschreibt, beginnt die meisten ihrer Werke mit einer Phrase oder einem Refrain, anschließend folgt eine Schleifenstation und ab und zu ein Klavier- oder ein Schlagzeuginstrumentmotiv, um Lieder  zur vibrierenden Masse des üppigen Ambientfolks hin zu kreieren. Ihr neustes Album "Will" wurde von Dead Oceans am 6. Mai 2016 gewählt.


The Sight Below ist ein Alias von Rafael Anton Irisarri, einem amerikanischen Komponisten, Multiinstrumentalisten, Kurator, Produzent und interdisziplinären Künstler. Trotz der Anerkennung der Kritiker wegen seines Beitrags zur postminimalistischen Szene der Drone- und Ambientmusik, strebt Irisarri den Klang an, der zwischen „undiversifiziertem Chaos des klassischen Elektro, Pop und Techno“ existiert (Pitchfork, USA). Live-Auftritte von The Sight Below konzentrieren sich auf intensiven Texturen der klassischen Gitarre, tiefen, pulsierenden Bassklängen, Pedalen/Einheiten mit Effekten und elektronischem Schlagzeug. In Seattle, wo Irisarri wohnt, ist er Kurator und Produzent des Substrata Festivals: eines interdisziplinären künstlerischen Ereignisses, das auch einen fortgeschrittenen Klang betrifft, welches von ihm 2011 begonnen wurde und sich auf verschiedene Perspektiven der Skala durch die Nutzung des Klangs, der Komposition und der Visualisierung fokussiert.

Greg Haines ist ein englischer Komponist und Musiker, dessen Werke in unbekannten Gefilden zwischen sehr verzögerten, gesättigten, durch Dub-Studiosessions und Explorationen der klassischen Gegenwartsmusik und eher traditionelle Kompositionen inspirierten Bändern, existieren. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Berlin, wohnt Greg jetzt in einem italienischen Dorf. Gleichzeitig reist er um die Welt herum, wo er auch auftritt und aufnimmt. Aus den letzten Studioexperimenten resultierte die EP „Greg Gives Peter Space” in der Zusammenarbeit mit Peter Broderick in der Ausgabe von Erased Tapes in 2014.

Masayoshi Fujita - japanischer Vibraphonist und Komponist, wohnhaft in Berlin. Zuerst lernte er Schlagzeug spielen, danach intensivierte er seine Vibraphonkenntnisse, um schließlich eigene – hauptsächlich - Jazz- und Kompositionen mit elektronischen Einflüssen zu spielen. Entschlossen, traditionelle Stile und Vibraphontechniken nicht einzuhalten, begann Masayoshi an sein Instrument Metallstücke, Folienstreifen und andere Gegenstände zu binden, um neue Möglichkeiten des Instruments zu erkunden. Die so entstandenen neuen Klänge verhelfen zur Erweiterung des Vibraphonspektrums ohne den natürlichen Charakter des Instruments zu benachteiligen. Seine aktuelle Zusammenarbeit mit dem deutschen Musiker Jan Jelink rief die Aufmerksamkeit vieler Fans der experimentellen Musik weltweit hervor und wurde u.a. durch das britische Magazin The Wire empfohlen.

Christoph Berg ist Komponist und Musiker. Er lebt und arbeitet in Berlin. Sein Schwerpunkt sind fragile Kompositionen der Kammermusik, die von einem Menschen aufgenommen und ausgeführt werden können. Außerdem ist er an einigen Projekten beteiligt, schließt sich ab und zu seinen Freunden auf Tournee an, um ihnen bei der Ausführung ihrer Werke zu helfen, arbeitet zudem als Studiomusiker. Seine Musik erscheint auch unter dem Namen: Field Rotation.

Ebauche ist das Pseudonym von Alex Leonard, dem irischen Produzenten der elektronischen Musik, der vor allem wegen seines breiten Spektrums an elektronischer Klänge bekannt ist – von milden bis dichten, vielschichtigen EDMs. Ébauche wurde von John Kelly RTE Radio 1 "Mystery Train" ausgezeichnet, gab Konzerte neben solchen Stars, wie: Biosphere, Harald Großkopf, Frog Pocket, Ambulance, Sunken Foal, Hrvatski und Lakker. Seine neuste Platte Adrift wurde durch die Zeitung “Ambient Music Guide” als eine der besten im Jahr 2015 angepriesen. "Ébauche" kommt vom französischen Wort „rohe Skizze” und bedeutet im Uhrmacherwesen „eine unvollständige Zeigerbewegung”. Diese beiden Bedeutungen sind eng mit der Musik verbunden. Die unvollständige Zeigerbewegung knüpft an das Klänge-Ambient an und betrifft Klänge, die 60BPM wiedergeben werden und das Ziel befolgen, den Zuhörer zu beruhigen und zu entspannen. Die rohe Skizze ist eine Anspielung auf die dunklere Seite der elektronischen Musik: den starken Rhythmus, der gegen Klangebenen, Störungen und subtile Melodien kämpft.

Grzegorz Bojanek schafft polnische elektronische und experimentelle Musik und wirbt für sie im In- und Ausland. Mitgründer des polnisch-chinesischen Projekts “ChoP”, bei dem er zusammen mit Zen Lu das Ambientfeld eruiert. Er kooperierte mit dem britischen Regisseur und Videokünstler Isaac Julien. Die Musik von Grzegorz Bojanek und Zen Lu wurde von dem Briten in seinem 9-Leinwand-Werk "Ten ThousandWaves", und im Film "Better Life", der eine warme Aufnahme während des 67. Filmfestivals in Venedig erlebte, eingesetzt. Beide Künstler wurden von Julien eingeladen, eine Live-Vertonung für "Better Life" während der 8. Kunstbiennale in Shanghai - 2010: Rehearsal zu liefern. In den letzten 7 Jahren besichtige Grzegorz China mehrmals, wo er als Koproduzent und Musiker bei einigen Konzerttournees sowie dem “ChoP Festival” tätig war. Bei dieser Gelegenheit hielt er Vorlesungen zur polnischen elektronischen und experimentellen Musik und machte Musik zu polnischen Stummfilmen. 2012 nahm er zusammen mit  Piotr Michałowski das Album “As Far As It Seems” auf, das von der bekannten New Yorker Firma OHM Resistance herausgebracht wurde. Grzegorz arbeitet auch mit mehreren europäischen Künstlern aus der Gruppe unter dem Decknamen Cloud Ensemble (Michel Banabila, Machinefabriek, etc.) zusammen, auch mit mehreren kleineren Plattenfirmen, wie: Preserved Sound (PL), Etalabel (PL), Twice Removed (Australien), Dynamophone (USA). Sein letztes Album u.d.T. “Warm Winter Music” wurde 2014 vom Boutique-/Kassettenlabel Twin Springs Tapes (USA) herausgegeben. Derzeit arbeitet er an einer weiteren Platte mit Piotr Michałowski und an einigen Soloprojekten. In den letzten Jahren trat er bei vielen Konzerten auf, angefangen mit  Unsound Festival (PL) oder Shanghai Electronic Music Week (CN), über Ambientfestival in Gorlice (PL) und Ambientpark in Białystok (PL), bis hin zu Ambientsalons (PL) oder Firmament Festival in Kielce (PL).

OPOLLO ist ein Power-Ambient/Drone-Projekt, das mit Jarek Leśkiewicz, einem Musiker aus Opole verbunden ist. Zu Beginn handelte es sich um ein Duett, schließlich um die Solotätigkeit des Künstlers, dessen Faszination dem Weltraum, Filmsoundtracks und klassischen Positionen der Gattungen Ambient und Experimental gewidmet ist. Obwohl OPOLLO bereits seit mehreren Jahren existiert, konnten bisher lediglich einige Aufnahmen im Internet und eine Demokompilation "Rover Tracks" kennen gelernt werden. 2015 gab OPOLLO seine offizielle LP mit dem Titel "Stone Tapes", die bei NEW NIHILISM erschien, heraus. Derzeit arbeitet Jarek an seiner neuen OPOLLO-Platte mit dem Arbeitstitel "Secret Towers".

Piotr Cisak & Freeze
Piotr Cisak schreibt seinen Blog unter dem Titel „Prima-Materia”, den er später noch für die Führung der Sendung bei Rafiofonia (2011/12) ausgeliehen hat. Bisher trat er in Deutschland, Österreich, Frankreich, Albanien und bei den Festivals Audioriver, Ambient Park, Tauron Nowa Muzyka auf. Er erschien in ''100 best albums of 2015'' in Chicago Avant Music News. Seine Musik wurde durch Musikfirmen aus den USA, Kanada, Portugal, Spanien, Frankreich, UK, Dänemark, Österreich, Deutschland und Russland produziert.

Krzysztof Ostrowski- Freeze
Musiker und Produzent der elektronischen Musik im weitesten Sinne aus Bydgoszcz. Zusammen mit Tom Skof bilden sie ein audiovisuelles Duo Soundscape Mirror, wo Krzysztof für Klänge jeglicher Art zuständig ist. Das Pseudonym Freeze ist dagegen für improvisierte Technosets vom Experiment-Dub-Charakter reserviert.

Maciek Szymczuk
Geboren 1972, arbeitete wegen seiner weit gefächerten Interessengebiete mit verschiedenen Musikern unter verschiedenen Schilden zusammen. Als  MACIEK SZYMCZUK verknüpft er Ambient, Ethnomusik und experimentelle Elektronik zur atmosphärischen Musik aus dem Grenzbereich des Schlafs und Wachzustandes. Seine wichtigsten Platten: „Dilmun” (2002), „Mik-Musik für Klavier, Chor und Orchester” (2003, Mik-Music), „Echoes” (2005, Simple Logic Rec.), „Looking For Shooting Stars” (2005, Simple Logic Rec.), „Ways” (2011, Zoharum), „Clouds” (2013, Zoharum), „Music for Cassandra” (2015, Zoharum). Als AABZU versucht er in Kooperation mit Zenial (Łukasz Szałankiewicz) verschiedene Interessen zu einer bunten Musikmixtur zusammenzubringen, die den Zuhörer auf einen exotischen Ausflug mitnimmt. Die wichtigsten Platten:  „Shape of Lost Things” (2005, Simple Logic Rec.), „Rambo” (2010, AudioTong), "Thereis no other God than Rambo!" (2012, Zoharum), "It Came From Outer Space" (2014, Zoharum). Als ANOTHER ONE drückt er zusammen mit Kuba Łuka seine Leidenschaften aus, indem beide Künstler eine stürmische, energetische Mischung schaffen, bei der die dynamische Rhythmik mit wilden Gitarren- und Synthesizerpartien zu einem einmaligen Trans gemixt sind. Die wichtigsten Platten: „Possessed” (2005, Salut Rec.), „ZIIIIIING!” (2016, Sun For Everyone).

PLEQ
Bartosz Dziadosz hat sein Philosophiestudium an der Schlesischen Universität in Katowice abgeschlossen. 2005 rief er das Projekt PLEQ ins Leben. Er vertritt die experimentelle Strömung in der elektronischen Musik, bei der Elemente von Musikgattungen, wie Drone, Ambient, Abstrakt-Glitch und Modern Classical miteinander verknüpft sind. Der Musiker brachte seine Platten weltweit in verschiedenen Musikfirmen heraus, u.a.: Progressive From (Japan), taâlem (Frankreich), Infraction Records (USA). Er ist Kurator der Moskauer Plattenfirma Dronarivm (die u.a. Werke von Christoph Berg, Marsen Jules, Pjusk, Machinefabriek produzierte) und einigen Wohltätigkeitskompilationen (A Silent Swaying Breath, Just a Momemt - Audio Gourmet Netlabel ). Er beteiligte sich auch an mehreren Wohltätigkeitskompilationen (Various - Touched - Music For Macmillan Cancer Support, Various - ... And DarknessCame (Headphone commute), wo er zusammen mit u.a. Max Richter, Autechre, Nils Frahm, Future Sound Of London) auftrat. Sein Theaterabenteuer begann mit der Radiosendung im Alten Theater in Krakau, deren Ideengeber Krzysiek Zarzecki war. Aktuell arbeitet der Künstler mit Tomek Śpiewak, Wiktor Rubin und dauerhaft mit Michał Borczuch zusammen.

Galerie

Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern

festiwal ambientalny 2016 - Ebauche Christoph Berg GregHaines_by_MarkusWerner Grzegorz Bojanek - fullQ Julianna Barwick1 photo Zia Anger Krzysztof Ostrowski Freeze 1 Maciek Szymczuk MasayoshiFujita_PhotobyAlexanderSchneiderPhotography_01_colour Piotr Cisak OPOLLO promo 2 Pleq The Sight Below photo Anton Soldatov

Teilen

Zurück zur Aktuelles-Seite
<< Vorherige Nächste >>

Überschrift


Email marketing software powered by FreshMail