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Arbeitswerkstatt: 14. Ausgabe des Kunstrevue SURVIVAL

An der Straße ul. Grabiszyńska in Wrocław erstreckt sich ein großes Fabrikgelände, dessen Geschichte bis ins Jahr 1869 zurückreicht. Heute ist es für viele Wrocławer ein Relikt der PRL-Epoche und wird unweigerlich mit dem damals omnipräsenten Ethos der Kollektivarbeit assoziiert. Im Zeitraum 24. – 28. Juni laden die Veranstalter des Kunstrevue  SURVIVAL das Wrocławer Publikum dazu ein, diesen faszinierenden Ortes aufs neue zu entdecken – mit moderner Kunst als Reiseführer. 

SURVIVAL ist derzeit das größte Kunstfestival im  öffentlichen Raum in Polen. Das Ereignis soll zeitgenössische Kunst außerhalb von Kulturinstitutionen, in ungewöhnlichen Orten Wrocławs zeigen. Für diesen Zweck werden im Rahmen von SURVIVAL nicht nur verlassene Gebäude und Bebauungskomplexe, sondern auch Orte der öffentlichen Nutzung, in denen der Alltag der Stadt vorherrscht, ausgesucht. In seiner 14-jährigen Geschichte wurde SURVIVAL bereits an solchen Orten realisiert, wie die ehemalige Wrocławer Filmfabrik, das Gebäude der Pharmaziefakultät der Medizinischen Akademie, der Hauptbahnhof, die ehemaligen ZOMO-Kasernen.  Jede Ausgabe des Festivals findet unter einem anderen Motto statt, das mit der Spezifität des Ortes und der Ereignisthematik verbunden ist. Auf diese Art und Weise enthüllen die Veranstalter des Kunstrevue und die zur Zusammenarbeit eingeladenen Künstler dem Publikum gewöhnlich nicht zugängliche Ecken der Stadt und ermuntern dieses, nach neuen Kontexten und Geschichten an scheinbar bekannten Orten zu suchen.

2016 ist das Motto von SURVIVAL „Arbeitswerkstatt” und der Ort des Geschehens ist eine der historisch wertvollen Produktionshallen der Drehautomatenfabrik  FAT, die 1934 erbaut wurde. Die Thematik  der 14. Ausgabe von SURVIVAL ist mit dem Begriff der Arbeit im weitesten Sinne sowie mit deren Organisationsformen verbunden, was wiederum solche Begriffe, wie Industrie, Produktion, Technologie, auch die s.g. Arbeitswerkstatt und deren Geheimnisse herbeiholt.  

Im Rahmen der Hauptausstellung  präsentieren ihre künstlerischen Ideen die interessantesten Wrocławer Künstler, wie z.B. Maciej Bączyk, die legendäre Gruppe LUXUS und die Gewinnerin des diesjährigen WARTO-Preises –  Karina Marusińska. Im Rahmen des Klangbereichs des Festivals werden Künstler, die an der Schwelle visueller Künste und Musik tätig sind, das Thema der Arbeitswerkstatt aus zwei Perspektiven, der historischen und futuristischen, darstellen. Klanginstallationen werden von Hörspielen, DJ-Sets und Konzerten (u.a. der Wrocławer Gruppe The Kurws) begleitet. Debatten und Filmvorführungen ermöglichen den Besuchern, die präsentierte Kunst und dabei angesprochene Thematik aus einer anderen, breiteren, interdisziplinären Perspektive zu betrachten.

Die Zuschauer haben die einmalige Chance, die Arbeiten des diesjährigen SURVIVAL im Rahmen von Sonderführungen aus nächster Nähe zu betrachten. Diesmal werden diese Aufgabe nicht nur Kuratoren, sondern auch Journalisten und Künstler übernehmen: Gregor Różański, Maciek Piasecki und Agata Saraczyńska. Nach solchen Führungen wird es manch einem sicherlich leichter fallen, seine Stimme für den Publikumspreis abzugeben.

Traditionell ist das Kernelement des Programms von SURVIVAL die Hauptausstellung. Sie wurde von Generalkuratoren des Kunstrevue vorbereitet und zeigt Arbeiten folgender Künstler: Balcer Karolina / Bączyk Maciej / Bzdęga Piotr / Dzikowska Kornelia / Fabien Lédé / Fronczek Tomasz/ Gierlak Łukasz, Zawada Klaudia / Górecki Ryszard / Huculak Łukasz (Sonia Serafin, Kamil Pieczykolan, Alicja Jaworska, Paulina Sanecka, Paweł Baśnik) / Jakubowska Honorata / Janiak Joanna und Kowalski C. Piotr / Jarząb Agnieszka, Jarząb Stanisław / Grudnytska Ganna / Gruppe Luxus: Bożena Grzyb-Jarodzka, Małgorzata Plata, Ewa Ciepielewska, Stanisław Sielicki, Jacek Ponton Jankowski, Szymon Lubiński, Jerzy Kosałka, Paweł Jarodzki / Grzybowska Magda / Karpiński Paweł / Kmita Kasia / Knappe Anna / Kokocińska Anna / Korneluk Marcin / Kosałka Jerzy / Macha Piotr / Marcinek Paweł, Martyniak Adam, Mejnartowicz Michał, Szulimowska Aleksandra,  Włodek Karolina / Marusińska Karina, Kwiatkowska Beata / Michnik Antoni / Mistrzak Kinga, Raczyński Anna / Moskowczenko Kamil / Łyszkowska Katarzyna, Nowak Kalina / Olbrychtowicz Maria / Paliwoda Przemysław / Pobiedziński Tomek / Smoleński Mikołaj / Turkot Ewelina / Wagner Jolanta / Wiśniewska Natalia / Zaborska Karolina / Zammenhoff Marcel.

Im Rahmen des Klangbereichs werden Klanginstallationen von : Buczek Sebastian / Gęca Konrad / Głuszek Beniamin, Kowalczuk Monika, Witczak Tymoteusz gesehen und gehört werden können.

Zudem ergibt sich die Möglichkeit, quadrophonische Hörspiele von: Cieślak Paweł & Szumacher Joanna / Dunajko Paweł / Friedl Reinhold / Kujawski Bartek / Piotrowicz Robert / Pracownia Badań Pejzażu Dźwiękowego / Sikorski Tomasz / Smolenski Konrad zu hören.

14. Ausgabe des Kunstrevue SURVIVAL
24. – 28. Juni 2016
Eröffnung: 24. Juni 2016 (Freitag) um 19:00 Uhr
Halle der Drehautomatenfabrik,
ul. Grabiszyńska 281, Wrocław
Kuratoren: Anna Kołodziejczyk, Anna Stec, Michał Bieniek
Außenkuratoren: Maciej Bączyk, Adam Martyniak
Kurator des Klangbereichs: Daniel Brożek
Kurator des sozialen Programms: Bartek Lis
Koordinator des Filmbereichs: Lech Moliński

Mehr Informationen auf: www.survival.art.pl

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