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Ausstellung "Die Deutschen kamen nicht" im Kunsthaus Dresden

„Die Deutschen kamen nicht” ist die deutsche Ausgabe der Ausstellung „Niemcy nie przyszli” (19. Dezember 2014 – 23. Februar 2015, Gegenwartsmuseum Wrocław), die in der Galerie Kunsthaus Dresden vom 20. Oktober 2016 bis zum 5. März 2017 zu sehen ist. Das Ereignis gehört zum Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016. 
 

 

Der Ausstellungstitel bezieht sich mehrdeutig auf die unter den Einwohnern von Wrocław (noch lange nach dem Krieg) verbreitete Angst, dass die Deutschen zurückkehren könnten und direkt auf Folgen dessen – den Verlust von Vermögen, des Lebensraums, eine weitere Umsiedlung. Eine andere Anlehnung ist das Werk von Jerzy Kosałka „Demontage” (aus der Reihe „Die Deutschen sind bereits gekommen”). Die ironische Arbeit stellt Miniaturen deutscher Soldaten dar, die Wrocławer Nadel, ehemals als architektonisches Symbol des Polentums und Erfolg der sozialistischen Macht bei der Repolonisierung der s.g. Wiedergewonnenen Gebiete angedacht, demontieren.

Wrocław und Dresden teilen quasi ähnliches Schicksal. Beide sind Städte mit reicher Vergangenheit, aber von den Folgen des II. Weltkriegs in Mitleidenschaft gezogen, beide versuchten unter großer Anstrengung in der kommunistischen Wirklichkeit nach 1945 wiederaufzustehen und danach den eigenen Charakter in der Wirklichkeit des freien Polens oder des vereinten Deutschlands neu zu definieren.

Die Ausstellung, die über deutsche Spuren, die Abwesenheit der Deutschen im polnischen Gedächtnis, Erinnerungen und Verschwiegenheiten erzählt, wurde daher in ähnlicher Form wiederholt, diesmal in einer gänzlich anderen Umgebung. Die Übertragung dieser künstlerischen Erzählweise nach Dresden und deren Vorstellung vor dem deutschen Publikum verleiht der Ausstellung einen ganz anderen Kontext und lässt eine um die Optik der Nachkriegserfahrungen an der anderen Oderseite reichere Auslegung entstehen.

„Die Deutschen kamen nicht”
20. Oktober 2016 – 5. März 2017
Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden
Kurator: Michał Bieniek
Mitveranstalter: Europäische Kulturhauptstadt Wrocław 2016, Stiftung Art Transparent

Galerie

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