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Bericht vom dritten Tag des Poesie-Festivals SILESIUS

Seit Sonntag dauert in der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 das Internationale Poesie-Festival SILESIUS an. Gestern fanden Treffen mit baskischen Dichtern – Rikardo Arregi und Harkaitz Cano sowie Ereignisse, die dem Experimentaldichter Witold Wirpsza gewidmet waren, statt.

Das Treffen aus der Reihe Europäischer Dichter moderierte Barbara Stawicka-Pirecka, die gleichzeitig Übersetzerin der Gedichte beider Autoren ins Polnische ist. Gestern sind in der Verlagsserie der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 die ersten Gedichtbände in ihrer Übertragung unter den Titeln Ktoś chodzi po drabinie przeciwpożarowe (Jemand steigt die Feuerleiter hoch) – Harkaitz Cano und Kartografia (Kartographie) – Rikardo Arregi erschienen. Stawicka-Pirecka las während des Abends gewählte Gedichte der beiden Dichter vor, fragte nach ihren Inspirationen, Kindheit, Quellen der Empfindlichkeit und dem Bewusstsein ihrer emotionalen Weltwahrnehmung. Das Gespräch oszillierte zwischen mehreren ziemlich schwierigen Themen, ob Worte die Kraft haben, Wunden zu heilen, Einfluss der Poesie auf die Kulturgeschichte, Grenzen zwischen Ironie, Sarkasmus, Zynismus, Krieg und Patriotismus. Cano berief sich auf die Perspektive des Kindes, den poetischen Expressionismus und Freiheit, die für Poesie kennzeichnend ist. Arregi erzählte wiederum über Dichter, die er verehrt, Klassizismus, seine Vorstellung vom Krieg in Bosnien und die politische Situation im Baskenland. Es wurde auch aus den Werken Zigeuner (Cano) und Betäubte Erde (Arregi) vorgelesen.

Der gestrige Abend verlief bei Kontemplation, Gesprächen und Verlosung von Gedichten des Poeten Witold Wirpsza, dessen Werk die Festivalorganisatoren unbedingt wieder in Erinnerung rufen möchten. Über Gedichte von Witold Wirpsza war ein Diskussionstreffen mit Maciej Melecki, Adam Wiedemann und Leszek Szaruga – dem Sohn des vor 20 Jahren gestorbenen Dichters , das unter der Führung von Alina Świeściak auf die neoavangardistische Strömung, experimentelle und linguistische Poesie, die auch Wirpsza kreierte, Musik als Bezugspunkt im Verhältnis zur Werkskomposition und die polnische nationale Mythologie fokussiert war.  

Anschleißend rezitierte Radosław Krzyżowski, Theater- und Fernsehschauspieler, mit Bühnenexpression Poeme von Witold Wirpsza mit Musikbegleitung, die auch aus der Inspiration durch das Werk des Poeten entstanden ist , in der Ausführung von Bartłomiej Oleś (Schlagzeug), Marcin Oleś (Kontrabass) und Piotr Orzechowski „Pianohooligan” (Klavier). All dies als Jazzformance, vor dem Hintergrund mäandrischer Visualisierungen von Dawid Kozłowski. Das Innere der Wrocławer Synagoge füllten somit zum Teil schwer aussprechbare Worte, und doch so schön von Krzyżowski geschnurrt, artikuliert, gesungen bzw. geschrieen.

Heute bietet das Programm Poesiestunden, Universitätskonversatorien, ein Treffen mit Michael Krüger und Reiner Kunze, ein Gespräch von Ewa Sonnenberg und Agnieszka Wolny-Hamkało mit Cezary Domarus, Darek Foks, Roman Honet, Jakobe Mansztajn, Szymon Słomczyński und Dariusz Sośnicki, sowie ein Konzert von Marcin Świetlicki mit einem Jazzquintett und einen Maiwettbewerb des einen Gedichts.

Volles Festivalprogramm: http://silesius.wroclaw.pl/festiwal/program/

Schließ dich dem Ereignis an: https://www.facebook.com/events/596315070527026/

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