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Das Internationale Poesie-Festival SILESIUS ist zu Ende gegangen

Das Wochenende des Poesie-Festivals SILESIUS war mit zahlreichen poetischen und mit Poesie verwandten Ereignissen gefüllt. Freitag, der 13. war ein glücklicher Tag wegen des von Dichtern spektakulär gewonnenen Fußballspiels, Samstag stand wiederum unter dem Zeichen der Wahl von Finalisten des Wrocławer Poesiepreises SILESIUS während der spannend verlaufenden Gala.

Neben dem Workshop aus der Reihe Poesieunterricht „Poesiepraxis” mit dem Krakauer Dichter und Publizist, Wojciech Bonowicz, dem Workshop „Dem Gedicht nah“ mit Karol Maliszewski und Tomasz Kunze für Mitglieder der Diskussionsklubs fanden auch weitere Diskussionen Kritik und Lyrik mit Beteiligung von Adam Kaczanowski und Jaś Kapela – „Pan poeta a pop” (Herr Dichter und Pop) statt, bei denen sich die Gespräche um Popkultur in der Poesie und die Kraft der Komik sowie die Trollfigur im Märchen als Ausgangspunkt für das heutige Phänomen des „Trollens“ drehten.

Wir hatten die Möglichkeit mit den für das Finale des Wrocławer Poesiepreises SILESIUS ernannten Dichtern und den Gewinnern des Wettbewerbs im Rahmen der Reihe Silesius-Salon zu sprechen. Auf dem Stadion Oławka konnten wir gemeinsam einen historischen Moment erleben. Bei dem Fußballspiel Dichter kontra Kritiker haben zum ersten Mal seit sieben Jahren Dichter gewonnen, und das mit dem Ergebnis 17:6 (zuvor wurden diese Spiele alljährlich in Poznań ausgetragen). In der Dichter-Mannschaft haben - Grzegorz Hetman, Jacek Bierut, Marcin Kurek, Karol Pęcherz, Adam Kaczanowski, Karol Maliszewski, Przemysław Witkowski, Piotr Makowski, Kamil Zając, Robert Rybicki, Aleksander Wenglarz, Marcin Żuk, Marcin Wokan gespielt, in der der Kritiker - Grzegorz Czekański, Paweł Mackiewicz, Jakub Skurtys, Wojciech Koryciński, Karol Poręba, Krystian Ławreniuk, und zwei Damen – Natalia Waligóra und Barbara Elmanowska.

Das Treffen mit dem enigmatisch klingenden Namen „Wolna amerykanka (umg. im Polnischen: normloses Handeln) der schlaflosen Poesie“ rief die lebende Kraft des poetischen Wortes herbei. Bei der 7 Worte-Schlacht  setzte man sich mit der beschränkten Wortezahl und Zeit für das Erstellen eines Gedichts auseinander. Lyrisch-musikalische Duetts wetteiferten miteinander im Vortragen zur Musikbegleitung von Arrangements der Autorenwerke, bei dem mit Publikumsstimmen Szymon Słomczyński gewann. Die Nacht endete mit dem Konzert des Duos Kopyt / Kowalski.

Unmittelbar nach dem Treffen „Was erklärt der Dichter” mit Miłosz Biedrzycki, Tadeusz Pióro und Artur Szlosarek konnte man sich den Diskussionen über die Kondition der Gegenwartspoesie im sozialen Raum anschließen. Unter den Gästen befanden sich: Konrad Góra, Mariusz Grzebalski, Marcin Hamkało, Tadeusz Pióro, Jaś Kapela, Szczepan Kopyt und Przemysław Witkowski. Die drei Letzten traten in Damenkleidern auf und demonstrierten bei dieser Gelegenheit gegen den Überschuss an Männern in der Poesie- Welt Männer. Diese eigenartige Performance rief eine heftige Diskussion über Paritäten hervor.

Während der Samstagsgala wurde der Wrocławer Poesiepreises SILESIUS für das Gesamtwerk Julian Kornhauser überreicht. Den Preis für das Buch des Jahres bekam Barbara Klicka für „Nice”, und als Debüt wurde  das Band „Sierpień” (August) von Aldona Kopkiewicz ausgezeichnet. Nach der theatralischen Schauspieler-Rezitation der wichtigsten Gedichte erlebte das Publikum bewegende Momente, als im Saal Julian Kornhauser erschien und sein Sohn, Jakub Kornhauser folgende Worte sagte: „Ich möchte mich sehr herzlich bei Euch bedanken, dass Ihr heute hier mit meinem Vater seid und wir aus diesem Anlass zusammen feiern können. Vati, ich habe immer gedacht, dass Dein Schaffen genau so gewürdigt werden sollte. Du bist ein hervorragender Dichter”. 

Das Festival endete am Sonntag mit dem Workshop von Marcin Sendecki und Karolina Felberg-Sendecka, dem literarischen Stadtspiel, einem Treffen mit den SILESIUS-Finalisten, Gesprächen über Poesie, Erkenntnis, Wahrheit und Gott, d.h. Worte der superschweren Gewichtsklasse, dem Großwettbewerb der Wortamateure und -Profis – hier verloren Dichter mit Scrabble-Spielern und schließlich einem sehr interessanten Treffen mit  Andrzej Stasiuk und Wojciech Kuczok – Prosaikern, die eine Romanze mit der Poesie erlebt haben. Während des Gesprächs haben diese Autoren mit einer nicht geringen Distanzdosis ihre alten Gedichte vorgelesen.

Wir bedanken uns bei allen Gästen und Festivalteilnehmern!

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