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Europäischer Dichter bei dem Silesius-Festival

Im Rahmen des Internationalen Poesie-Festivals (8.-15. Mai) finden zwei besondere Abendprogramme mit Beteiligung ausländischer Gäste statt. Zu der Reihe „Europäischer Dichter“ wurden: Rikardo Arregi, Harkaitz Cano – baskische Dichter, deren Gedichtbände erstmalig in der polnischen Sprache im Eigenverlag der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 erscheinen werden, sowie Michael Krüger und Reiner Kunze – hervorragende Klassiker der deutschen Gegenwartspoesie eingeladen.

10. Mai (Dienstag), 16:00 Uhr

Europäischer Dichter: Rikardo Arregi, Harkaitz Cano

Führung: Barbara Stawicka-Pirecka

Ort: Synagoga Pod Białym Bocianem (Synagoge zum Weißen Storch), ul. Pawła Włodkowica 7

11. Mai (Mittwoch),  16.00 Uhr

Europäischer Dichter: Michael Krüger, Reiner Kunze

Führung: Jakub Ekier und Andrzej Kopacki

Ort: Synagoga Pod Białym Bocianem (Synagoge zum Weißen Storch), ul. Pawła Włodkowica 7

Unentgeltliche Eintrittskarten für beide Treffen sind im Festivalbüro (Spanische Buchhandlung /Księgarnia Hiszpańska ELITE, ul. Karola Szajnochy 5) täglich zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr sowie vor Ort, eine Stunde vor dem jeweiligen Treffen abzuholen.

Über Autoren

Rikardo Arregi Diaz de Heredia (Vitoria-Gasteiz, 1958) – studierte Psychologie und Pädagogik in Salamanca sowie baskische Philologie in Vitoria-Gasteiz. 1993 veröffentlichte er seinen ersten Poesie-Band in der baskischen Sprache Hari hauskorrak [Fragile Motive] [Los hilos frágiles] (Erein, 1993), für welchen er den Kritikerpreis bekam. 1998 erschien sein Buch Kartografia [Kartographie] (Alberdania, 1998; Cartografía, Bassarai, 2000), das auch mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2000 wurde eine Anthologie seiner Gedichte im Verlag Susa im Rahmen der Kollektion XX. Mendeko Poesia Kaierak (Poesiehefte des 20. Jh.) veröffentlicht. Der Autor arbeitete mit verschiedenen Periodika im Baskenland zusammen, insbesondere mit dem Journal Egunkaria und der Zeitschrift  Hegats, für die er seine publizistischen und kritischen Artikel verfasste. Er schrieb auch den Prolog zur Übersetzung von Juanjo Olasagarres W. H. Auden in die baskische Sprache und arbeitete mit anderen Schriftstellern an der Übersetzung der Werke von  Wisława Szymborska, portugiesischen Dichtern (Sophia de Melo, Eugénio de Andrade,  Jorge de Sena) und anderen Dichtern und Schriftstellern, wie z. B. Dennis Cooper o Roberto Arlt ins Baskische mit.

Harkaitz Cano (Lasarte, Gipuzkoa, 1975) –Magister in Jura, Absolvent der Universität des Baskenlandes. Als Drehbuchautor arbeitet er an Radio-, Komik- und Audiovisuellmaterialien. Ins Baskische hat er bisher solche Autoren , wie: Hanif Kureishi und Allen Ginsberg übersetzt. Zu seinen Veröffentlichungen gehören: Poesie-Bände: Dardaren interpretazioa, [Auslegung der Erschütterungen] (Olerti Etxea 2004; La interpretación de los temblores, Atenea 2004), Erzählungen Telefono kaiolatua [Gefangenes Telefon] (Alberdania, 1997; Enseres de ortopedia inútil, Hiru, 2002) und  Neguko zirkua [Winterzirkus] (El circo de invierno, Susa, 2005; Kritikerpreis) und Romane: Beluna Jazz (Susa, 1996; Jazz y Alaska en la mismafrase, Seix Barral, 2004), Pasaia blues (Susa, 1998; Pasaia blues, Ttarttalo, 2012), Belarrarenahoa [Grashalm] (Alberdania, 2004; El filo de la hierba, Alberdania, 2006; Premio Euskadi) sowie Twist (Susa, 2013; Twist, Seix Barral, 2013).  2015 erschien sein Essay Abesti bat gutxiago [Um ein Lied weniger] (2015, Kalaportu sare bideak).

Reiner Kunze (geb. am 16. August 1933 in Oelsnitz) – deutscher Dichter, Prosaiker und Übersetzer. In den Jahren 1962-1977 gehörte er zu den bekanntesten ostdeutschen Schriftstellerdissidenten. 1951-1955 studierte er Philosophie und Journalismus an der Karl Marx -Universität in Leipzig. 1955-1959 arbeitete er als Assistenzlehrer an derselben Hochschule. Als abweichlerisch denkend und wegen seiner politischen Ansichten entlassen fand er einen Job als Schlosser. Bis 1962, d.i. bis zur vom Honecker-Regime erzwungenen Emigration in die BRD (1977), der zudem Repressalien und Verzicht auf die DDR-Staatsbürgerschaft vorausgingen, lebte er in Greiz (Thüringen). Derzeit ist seine Heimat Niederbayern an der Donau, wo er weiterhin schöpferisch tätig ist. Gewinner mehrerer literarischer Preise, insbesondere der renommiertesten literarischen Auszeichnung, des Georg Büchner - Preises (1977). Mitglied der Akademie der Sprache und Literatur in Darmstadt. Für seine Übersetzungstätigkeit hat er den tschechischen Premia Bohemica (2004) bekommen. Reiner Kunze debütierte 1953 in der Zeitschrift Neue Deutsche Literatur. Seine ersten Gedichte waren noch sehr stark vom Expressionismus geprägt. Kunzes Werke schöpfen viel aus den Inspirationen der tschechischen Poesie, die der Autor auch übersetzt. Das größte Aufsehen erregten Kunzes Werke, die das Leben unter einem totalitären Regime bezeugen, seine Gedichte aus dem Band Sensible Wege (1969) und ein Band von Prosaerzählungen u.a. über Kindheit und Jugend der FDJ-Generation unter dem Titel: Die wunderbaren Jahre (1976). Von der künstlerischen Seite her wird Lyrik als sein wichtigstes Werk betrachtet.

Michael Krüger (geb. 1943), mehrfach ausgezeichneter deutscher Dichter und Prosaiker. Bisher hat er die ins Englische, Niederländische, Französische, Ungarische und Italienische übersetzte „Cellistin” sowie einige, von Kritikern hoch angesehene Romane und Erzählungsbände herausgegeben. Gewinner literarischer Preise, u.a. des Peter Huchel – Preises und Ernst Meister - Preises sowie des Preises der Stadt München für seine kulturellen Errungenschaften. Krüger ist auch Herausgeber der literarischen Zeitschrift "Akzente".

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