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FLOW: Das finale Multispektakel über Wrocław in vier Akten

Um 22.00 Uhr wird im Raum zwischen der Insel Piaskowa und der Brücke Most Pokoju die in vierteilige „FLOW-Kantate” erklingen, d.h. die letzten 60 Jahre der Geschichte Wrocławs, gezeigt in einer „Musik-Licht-Pille“. Vier internationale Komponisten haben ein einmaliges Werk geschaffen, das von einem 300-Personen-Orchester bestehend aus Musikern, Chorsängern aus Polen, Deutschland, Tschechien und Israel vortragen.

Für das Samstagsmultispektakel ist der Eintritt frei! 

Wrocław in vier Akten
Teil I – „Dekaden des Bauens und Tanzes” (Udi Perlman – Israel). Musische Interpretation der 20er Jahre und vom Beginn der 30er Jahre in Breslau. Es war eine Blütezeit in der Stadt, gekennzeichnet durch viele interessante architektonische Lösungen, die die ganze Welt neidisch betrachtete. Die Stadt verzeichnete nicht nur städteplanerische Entwicklung, sondern auch kulturelle – hier lebten und schufen hervorragende Kurt Jooss, Mary Wigman und Rudolf Laban. Die dunklen 40er Jahre des 20. Jhs.  unterbrachen die Glückperiode der Stadt auf brutale Art und Weise.

Teil II –  „Zerstörung” (Amir Shpilman – Deutschland). Im Februar 1945 begann die blutige Belagerung Breslaus. Die Einwohner verteidigten sich vor der Roten Armee länger als der II. Weltkrieg im Gange war. Die Festung Breslau ergab sich als die letzte deutsche Metropole. Infolge der Kriegshandlungen wurde die Stadt zu über 80% zerstört, darunter der historische Teil, die Dominsel. Die Breslauer wurden gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Die so entstandene Lücke füllten die Ankömmlinge aus dem Randgebiet Polens. Für kurze Zeit gehörte Breslau niemandem.

Teil III –  „Stille und erneutes Erwachen”  (Jiri Kabat- Tschechien). Einer einzigen Entscheidung zufolge wurde Breslau zum polnischen Wrocław. Die Nachkriegsjahre bedeuteten mühsamen Aufbau der Stadt aus Schutt und Asche von deren neuen Bewohnern. Es war eine Zeit der Beruhigung und Stille, zugleich aber auch Beschränkungen, die aus dem andauernden Kalten Krieg und dem kommunistischen Regime resultierten.

Teil IV –  „Wiederaufbau, Hochwasser, Wiederaufbau” (Adam Porębski – Polen). In den 90er Jahren konnte Wrocław wieder „mit voller Brust” aufatmen, dennoch wurden die Entwicklung und der Wiederaufbau (der Dom bekam nach 50 Jahren wieder seine Turmhelme) noch einmal gestoppt. Diesmal musste die Stadt der vernichtenden Kraft des in der Geschichte größten Hochwassers gegenübertreten. Die Sommernaturkatastrophe führte zu einer großen Solidaritätswelle und Vertiefung der Bande untereinander und mit der Stadt. Dieser Moment ist es, ab welchem wir mit Stolz sagen konnten – wie sind Wrocławer!  - und erneut, hoffnungsvoll in die Zukunft blickend, mit dem Aufbau beginnen.

Wo und wann kann man die FLOW-Ereignisse sehen

  • Bulwar Dunikowskiego, Einlass ab 20:15 Uhr.
  • Brücke Most Pokoju, Einlass ab 20:00 Uhr (ab 20:00 Uhr bis zur Mitternacht ist Most Pokoju für den Straßen und Straßenbahnverkehr geschlossen).
  • Auf vier Leinwänden im Stadtzentrum: Straße Bulwar Kaczyńskich, Insel Wyspa Piasek, Platz Nowy Targ und die Anhöhe Wzgórze Polskie gegenüber Panorama Racławicka.
  • Über Streaming: Streaming online zugänglich live auf youtube.com, bei Wrocław 2016-Sender.

    Praktische Informationen
  • Jeder der musikalischen Teile wird durch ein Licht- und Feuerwerk-Spektakel begleitet. 
  • Das Event beginnt um 22:00 Uhr und dauert ca. 60 Minuten.
  • Entlang des Oder-Ufers werden Sitzplätze vorbereitet. Platzzahl begrenzt.
  • Während des Spektakels können die Zuhörer den Kommentar eines Lektors auf Polnisch und Englisch hören.
  • Wir laden Sie ein, unser Online-Formular zu benutzen. Hier können Sie Ihre Emotionen zu Symphonie Kantata Flow teilen - der Link zur Seite in Form eines QR-Codes findet sich auf den FLOW-Karten, die in der ganzen Stadt erhältlich sind.

    Das Multispektakel FLOW in Zahlen
  • Am Spektakel FLOW sind 45 schwimmende Objekte beteiligt, darunter 4 große Schiffe, 21 schwimmende und 20 angelegte Segelschiffe; die Schiffe symbolisieren die Migrationsbewegungen von Übersiedlern und Flüchtlingen
  • Für das Event wird 500 000 kg technisches Gerät auf dem Land benötigt.
  • Am Spektakel arbeiten 600 Personen, darunter u.a. 50 Häftlinge.
  • Auf der Bühne von FLOW arbeiten sogar 300 Personen. Außerdem 4 Komponisten, 4 Orchester, 4 Länder (Israel, Tschechien, Deutschland, Polen)
  • Die "Bühne" des Spektakels erstreckt sich über einen Kilometer, darum wurde ein besonderes System installiert, das den Klang verzögert, wodurch das Spektakel überall ausgezeichnet zu hören sein wird.

Galerie

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