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Visuelle Künste für den Sommer in der Stadt

Die Europäische Kulturhauptstadt Wrocław 2016 lädt ein.
Einerseits – der neu eröffnete legendäre Vier-Kuppel-Pavillon des Nationalmuseums, die Jahrhunderthalle, ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, und das neomodernistische Gebäude des Nationalen Musikforums. Andererseits – der Hauptbahnhof aus dem 19. Jh., der moderne Flughafen, das Drehautomatenwerk und vergessene Wrocławer Vororte. Visuelle Künste der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 laden zu 22 Sommerveranstaltungen, die in außergewöhnlichen öffentlichen Räumen in der Stadt stattfinden.

Zu visuellen Künsten im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 gehören Ausstellungen, künstlerische Eingriffe in öffentlichen Raum, generationenübergreifende Bildungsprojekte, Workshops für Ausgeschlossene. Es handelt sich auch um die Zusammenarbeit verschiedener Milieus in Wrocław, Projekte von Künstlern aus ganz Polen, die dem öffentlichen Raum gewidmet sind, und Werke der größten internationalen Künstler, die bei gemeinsam durch polnische und europäische Kulturinstitutionen organisierten Ausstellungen präsentiert werden.

Der diesjährige Sommer verspricht ungemein interessant zu sein: – Wir werden u.a. Graphiken von Marc Chagall vor dem Hintergrund der europäischen Avantgarde des 20. Jhs. sehen können, überlegen, ob die Kunst eigenen IQ besitzt, eine interaktive Videoinstallation im Innern des Flughafens erleben, in dem statt der Fluggäste durch die Ankunfts- und Abflugshalle Wölfe spazieren gehen, und auch die lang ersehnte und eine der größten Sammlungen der polnischen Gegenwartskunst im Vier-Kuppel-Pavillon bewundern, sagt Michał Bieniek, Kurator der visuellen Künste.

Der kommende Sommer ist auch mit etlichen sozialen Projekten gefüllt: im Rahmen des Projekts „Wrocław – Eingang vom Hinterhof” wird man u.a. das Baumhäuschen von Cecylia Malik und der Familie Niedzielny, den bunten Irrgarten von Justyna Wencel und Marcin Chomicki,  ungewöhnliche Lampenskulpturen an den Bürgerhäusern des Stadtteils Kleczków von Kamilia Szczęsna und die alte Trafostation mit Begrünung nach der Idee von Joanna Rajkowska sehen können. In der Siedlung Kozanów findet eine internationale Sammelausstellung statt, die von Performances, Filmaktivitäten und Diskussionen begleitet wird. Im Atelier an der Straße Komuny Paryskiej 45 kann man sich an Multigenerationsworkshops beteiligen.

Mehr Informationen:
wroclaw2016.pl/dzialania-esk-sztuki-wizualne
facebook.com/esksztukiwizualne

Die Besichtigungsstrecke ist durch die unentgeltliche Applikation Footsteps für Mobilgeräte: „Sztuki wizualne na lato w mieście” ESK Wrocław 2016/Visuelle Künste für den Sommer in der Stadt ESK Wrocław 2016 herunterzuladen.

INFORMATIONEN ÜBER DIE WICHTIGSTEN PROJEKTE

INVASION
Ort: Flughafen Wrocław-Strachowice, ul. Graniczna 190
Dauer: 2015-2016

Drei Kunstprojekte auf dem Gelände des Wrocławer Flughafens, „Polaris. Sommer 2009” und „Ursa Maior”  von Kuba Bąkowski, den humanistischen Aspekt der Wissenschaft anhand von Performances und Fotografie darstellen. Kunst und Wissenschaft werden auch im Rahmen der interdisziplinären Installation „binaryWaves” der belgischen Gruppe Lab[au] miteinander verbunden, bei der Cyberpaneele die elektromagnetischen Felder im Flughafenraum messen und diese in Licht, Klang und Bewegung umwandeln. Die interaktive Videoinstallation Canis Lupus von Jakub Jasiukiewicz zeigt eine alternative Version des Flughafenraums, in der in den Ankunfts- und Abflugshallen statt Menschen Wölfe schlendern.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/inwazja


Verfolgte Kunst. Heinrich Tischler und sein Wrocławer Milieu
Ort: Muzeum Miejskie Wrocławia, Pałac Królewski/Stadtmuseum von Wrocław, Königsschloss
Dauer: 20. März – 31. Juli 2016

Eine retrospektive Ausstellung der Werke des Malers, Graphikers und Architekten Heinrich Tischler (1892 – 1938), Schülers des hervorragenden Architekten Hans Poelzig und des berühmten Malers Otto Müller. Die letzte Exposition der Arbeiten dieses Künstlers fand in Wrocław vor 85 Jahren statt. Die Ausstellung wird um Werke der jüdischen Künstler der Zwischenkriegszeit in Wrocław: Isidor Aschheim, Käte Ephraim-Marcus, Emmi Pick, Jechiel Schulsinger ergänzt.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/sztuka-przesladowana


OSTRALE weht ODER. Künstler aus Dresden in Wrocław
Ort: Browar Mieszczański /Kulturbrauerei, ul. Hubska 44
Dauer: 13. Mai – 31.Juli 2016

Präsentation von in ihrer Form unterschiedlichen Werken von 64 Künstlern und Künstlergruppen aus Deutschland im Rahmen der Intensivierung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Wrocław und Dresden. Die Thematik ist mit dem Begriff der Identität in der globalisierten Welt, Migration, Multikultur und dem Ausgeschlossensein verbunden.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/ostrale-weht-oder


Wacław Szpakowski (1883–1973). Rhythmische Linien
Ort: Muzeum Miejskie Wrocławia – Pałac Królewski/ Stadtmuseum von Wrocław, Königsschloss, ul. Kazimierza Wielkiego 35
Dauer: 8. Juni – 3. Juli 2016

Monographische Ausstellung der Werke des Wrocławer Künstlers von Weltformat, Wacław Szpakowski, des Pioniers der geometrischen Abstraktion in der zeitgenössischen Kunst. In der Ausstellung werden neben Zeichnungen, Fotografien und Skizzen, die mit dem Leben und Schaffen des Künstlers verbundenen Archivalien, Animationen, Musikkompositionen und eine interaktive Installation gezeigt, mit deren Hilfe Zeichnungen anhand mathematischer Algorithmen, die Szpakowski selbst genutzt hat, kreiert werden können.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/waclaw-szpakowski, www.okis.pl, www.waclawszpakowski.pl


Wrocław – Eingang vom Hinterhof
Ort: Przedmieście Oławskie/ Oławskie-Vorort, Ołbin, Huby, Kozanów, Brochów, Kleczków
Dauer: Oktober 2015 – Dezember 2016

Einige Dutzend künstlerische Eingriffe in öffentliche Räume der Stadt, vor allem in Hinterhöfen. Die Aktivitäten haben 2015 begonnen und werden bis zum Ende 2016 andauern. Im Juli und August wird man u.a. das Baumhäuschen von Cecylia Malik und der Familie Niedzielny, den bunten Irrgarten von Justyna Wencel und Marcin Chomicki, ungewöhnliche Lampenskulpturen an den Bürgerhäusern des Stadtteils Kleczków von Kamilia Szczęsna und die alte Trafostation mit Begrünung nach der Idee von Joanna Rajkowska sehen können.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/podworze, https://www.facebook.com/wejscieodpodworza


Wrocław – Eingang vom Hinterhof / Atelier an der Straße Komuny Paryskiej 45
Ort: ul. Komuny Paryskiej 45
Dauer: Oktober 2015 – Dezember  2016

In dem letztes Jahr eröffneten Atelier Komuny Paryskiej 45 wird das Programm der Workshops für die Jüngsten, Erwachsene und Senioren umgesetzt.  

Mehr Informationen:
www.facebook.com/pracowniaKP45                                                                                                  


Wrocław – Eingang vom Hinterhof / Kozanów – auf der Suche nach dem Wunderbaren
Ort: Wohnsiedlung Kozanów
Dauer: 23. Juni – 4. September 2016 / Vernissage: 23. Juni,  19:00 Uhr, ul. Gołężycka 29

Internationale Sammelausstellung im Bereich der Wohnsiedlung Kozanów, begleitet von Performances, Filmaktivitäten und Diskussionen bezüglich der Geschichte und des Alltags von Kozanów.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/podworze, https://www.facebook.com/wejscieodpodworza


BASK
Ort: Villa von Oswald Püschel, ul. Parkowa 1-3
Dauer: 1.–3. Juli 2016

Die vierte Offene Baskische Kulturplattform BASK  polnischer und baskischer Künstler, Aktivisten und Kulturanimateure. BASK entstand als Plattform des Dialogs zwischen Wrocław und San Sebastian, der Europäischen Schwesternkulturstädte 2016. In diesem Jahr findet sie in der ehemaligen Villa von Oswald Püschel, einer Perle der Architektur des 19. Jhs., statt.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/bask, https://www.facebook.com/bask2016/


14. Kunstrevue SURVIVAL
Ort: Halle des Drehautomatenwerks (FAT), ul. Grabiszyńska 261
Dauer: 24.–28. Juni 2016 / Vernissage: 24. Juni, 19:00 Uhr

Eines der größten interdisziplinären Kunstfestivals im öffentlichen Raum in Polen. Dieses Jahr findet es in einer historisch wertvollen Halle des Drehautomatenwerks (FAT) aus dem Jahr 1934 statt. Das diesjährige Thema ist „Arbeitswerkstatt”: das sich im Laufe der Jahrhunderte ändernde Verhältnis zur Arbeit, Probleme der postindustriellen Ära, Serienproduktion und Wiederholbarkeit. Auf dem Programm stehen außerdem eine Ausstellung, künstlerische Darbietungen, Toninstallationen, Hörspiele, Debatten, Filmaufführungen, DJ-Sets und Konzerte.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/survival, http://www.survival.art.pl/, https://www.facebook.com/PrzegladSztukiSURVIVAL/           


Dauerausstellung von polnischer zeitgenössischer Kunst im Museum für zeitgenössische Kunst, der Abteilung des Nationalmuseums in Wrocław im Vier-Kuppel-Pavillon
Ort: Muzeum Narodowe, Pawilon Czterech Kopuł/Nationalmuseum, Vier-Kuppel-Pavillon, ul. Wystawowa 1
Dauer: Vernissage: 25. Juni, 12:00 Uhr (Eintritt mit Einladung)

Nach beinahe 70 Jahren wird der berühmte, nun frisch restaurierte Vier-Kuppel-Pavillon erneut dem Publikum als öffentlicher Raum zur Verfügung gestellt. Hier wird das Museum für zeitgenössische Kunst, eine neue Abteilung des Nationalmuseums in Wrocław eröffnet. Die hier präsentierte Kollektion der polnischen zeitgenössischen Kunst enthält u.a. Werke der hervorragendsten Künstler des 20. und 21. Jhs.: Magdalena Abakanowicz, Paweł Althamer, Mirosław Bałka, Józef Gielniak, Władysław Hasior, Tadeusz Kantor, Katarzyna Kozyrya, Natalia Lach-Lachowicz, Alfred Lenica, Jan Lebenstein, Jerzy Nowosielski, Roman Opałka, Władysław Strzemiński, Alina Szapocznikow, Jerzy Tchórzewski und Andrzej Wróblewski.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/wystawa-stala-polskiej-sztuki-wspolczesnej, https://www.facebook.com/Muzeum.Narodowe.Wroclaw/


Biennale der Jungen Europäischen Kunst
Ort: Wrocławer Kongresszentrum – Hala Stulecia/Jahrhunderthalle, ul. Wystawowa 1
Dauer: 30. Juni – 31. Juli 2016 / Vernissage: 30. Juni, 19:00 Uhr

Ein internationale Kunstprojekt, das die neusten Trends in der europäischen Kunst präsentiert. Originalität der Arbeiten, ein frischer Blickwinkel, Intensität der Vermittlung, Strömungen und Konzepte, die für aktuelle Kunst von Bedeutung sind – das alles zeigt die multimediale Ausstellung, bei der 56 Arbeiten von Künstlern aus ganz Europa zu sehen sind.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/biennale-mlodych, http://www.galeriamiejska.pl/


Kunst sucht IQ. Künstler von Wrocław

Ort: Nationales Musikforum, plac Wolności 1
Dauer: 2. Juli – 11. September 2016 / Vernissage: 2. Juli, 18:00 Uhr

In der Zeit der Globalisierung und Unifikation definieren Künstler aufs Neue Orte, in denen sie leben und schaffen, diesen ein neue Identität verleihend. Das für Wrocław charakteristische schöpferische Klima verleitet zur Feststellung, dass sich der Genius loci dieser Stadt am besten durch das Schaffen von seit den 70ern hier tätigen Künstlern manifestiert. Die Ausstellung erzählt davon, dass gute Kunst intelligent ist und dass es sich lohnt, ihr Potential bei der Erschaffung der Identität eines Ortes zu nutzen.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/sztuka-szuka-iq, https://goo.gl/XEAq4s


Marc Chagall und die Künstler der europäischen Avantgarde
Ort: Muzeum Miejskie Wrocławia, Pałac Królewski //Stadtmuseum von Wrocław, Königliches Schloss, ul. Kazimierza Wielkiego 35
Dauer: 1. Juli – 31. August 2016 / Vernissage: 30. Juni, 18:00 Uhr (Eintritt mit Einladung)

Die Ausstellung präsentiert graphische Arbeiten von Marc Chagall vor dem Hintergrund der europäischen Avantgarde des 20. Jhs:  Braque, Calder, Giacometti, Leger, Masson, Mattisse, Miro, Picasso, Riopelle, Tapies und Ubac. Die Ausstellung Marc Chagall und Künstler der europäischen Avantgarde zeigt eine Auswahl  der Werke des Malers aus dem Chagall-Museum im weißrussischen Witebsk, der Geburtsstadt des Künstlers, die sein ganzes Leben lang in seinen Arbeiten anwesend ist. 

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/marc-chagall2016, http://www.muzeum.miejskie.wroclaw.pl/


Summer Rental / Sommerresidenz. Marx-Kollektion zu Gast in Wrocław
Ort: Muzeum Narodowe, Pawilon Czterech Kopuł/Nationalmuseum, Vier-Kuppel-Pavillon, ul. Wystawowa 1
Dauer: 23. August 2016 – 22. Januar 2017 / Vernissage: 19. August, 20:00 Uhr (Eintritt mit Einladung)

Der Hamburger Bahnhof gehört zu den größten Museen zeitgenössischer Kunst der Welt. Seit zwanzig Jahren wird dort als Dauerausstellung die Kollektion von Erich Marx ausgestellt. Diese verlässt die Räume der Nationalgalerie äußerst selten. Das Jahr 2016, ein Jubiläumsjahr für den Hamburger Bahnhof, ist einer dieser seltenen Anlässe – dieses Jahr wird ein Teil der Marx Sammlung im Nationalmuseum in Wroclaw präsentiert. Man wird u.a. Werke von Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Robert Rauschenberg, Cy Twombly und Andy Warhol sehen können.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/kolekcja-marxa, www.mnwr.art.pl


Abhängigkeitsgrad. Kollektive Praktiken junger ukrainischer Künstler 2000-2016
Ort: Galerie Awangarda ​BWA, ul. Wita Stwosza 32
Dauer: 19. August – 2. Oktober 2016 / Vernissage: 19. August, 19:00 Uhr (Eintritt gegen Vorlage einer Einladung)

Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Phänomenen der „Zusammenarbeit” und der „Mitwirkung”, die den Ausgangspunkt für eine Analyse der gegenwärtigen künstlerischen Kreise in der Ukraine in den Jahren 2000-2016 darstellen. Diese werden durch Werke von etwa 20 Kunstgruppen veranschaulicht. Die von Open Group, einem der bekanntesten ukrainischen Kollektive, in der Rolle des Kurators vorbereitete Ausstellung wird von Autorenlesungen, Vorträgen, Performances sowie einem Katalog begleitet.

Mehr Informationen:
http://www.wroclaw2016.pl/stopien-zaleznosci

 

Galerie

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