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Wrocław in der Stadt von Lem. Beginn des internationalen Seminars

Am 13. September begann das Festival „Stadt von Lem“, das am zehnten Jahrestag seines Todes durch die Europäische Kulturhauptstadt Wrocław 2016 in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Philologie namens Iwan Franko der Lemberger Universität und dem Forum der Verfasser organisiert wird.  Es ist erwähnenswert, dass die Eröffnung einer wissenschaftlichen Tagung mit dem Abschluss des Festivals der visuellen Künste zusammenfiel, das unter dem Titel „Leminarium“ stattfand, wo die vom Schriftsteller inspirierte Werke präsentiert wurden.

Als sagte der Kurator von EKH für Literatur und Lesen Irek Grin während der Pressekonferenz bei der Festivaleröffnung „Stadt von Lem“, es ist ein einzigartiges Projekt, die Krönung der langjährigen Bemühungen von Grzegorz Gauden, dem ehemaligen Direktor des Instituts für Bücher und des Teams der Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016. „Wir wollen, damit Lem dauernd in Lemberg bleibt“ sagte Grin. Iryna Starovoyt, die Leiterin des Seminars, hatte die große Bedeutung der Heimatstadt von Stanislaw Lem betont und kündigte an, dass die "Stadt von Lem" alle zwei Jahre in Lemberg organisiert wird. 

Die Antrittsvorlesung wurde von Herrn Professor Stanisław Bereś aus Wrocław geliefert, der Experte für Werke Lems ist und der Autor des Interview-Flusses „So spricht Lem“. Herr Prof. Bereś hat hauptsächlich zwei „anti-kriminelle“ Romane von Lem diskutiert, “Die Untersuchung“ und „Der Schnupfen“, die einerseits auf tückische Weise mit den stark kodifizierten Prinzipien der Art amüsieren, und andererseits sind das literarische Bild von „außergewöhnlichen Abenteuer, das ein Greifen des Zufalls an die Hand“ ist – eine klare Begeisterung für Lems Stochastik und ihrer Rolle als Schlüssel zur Wissenschaft.

Der erste Tag der „Stadt von Lem“ brachte viele interessante Aussagen. Dejan Ajdacic aus Kiew widmete seine Rede den futuristischen Visionen des menschlichen Körpers und humanoiden Maschinen. Svitlana Matvyienko von Toronto hat Cyber ​-Kommunikation angesprochen, indem sie an Lem erinnerte, der oft zur interplanetaren Kommunikation anknüpfte und sah die Menschen als Teil der komplexen Natur. Viele Fragen und Kommentare hat Oleh Romanchuk aus der Universität von Lemberg angehoben, die den Theorien von Lem über die künstliche Intelligenz gewidmet wurden. Der Autor legte die These, dass der Wunsch, künstliche Intelligenz zu schaffen, trägt tiefe moralische Konsequenzen mit sich, deren Lem viel Platz in seinem Werk gewidmet hat. Der letzte Redner der ersten Diskussion war Maciej Płaza aus Poznań, der über die Inspirationen sprach, die Lem aus der Kartographie als Metapher der Wissenschaft zog.

Das Schlüsselelement des ersten Tages des Seminars war der Nachmittagsdiskussion unter dem Titel „Lem und Lemberg. Treffen nach der Trennung“, in deren  Wojciech Zemek, Sekretär von Stanislaw Lem, Irek Grin, Andriy Pavlyshyn, Journalist und Übersetzer, Autorinnen: Marianna Kijanowska, Viktoria Amelina und Bohdan Shumylovych teilnahmen. Die Diskussion begann Andriy Pavlyshyn, der über die schmerzliche Unfähigkeit der Rückkehr von Lem in seine Heimatstadt nach dem Krieg sprach, als auch über die wachsende Beliebtheit der Werke des Schriftstellers in der Stadt, wo er seine Position sich langsam erholt. Irek Grin bezog sich auf die polnisch-jüdischen Beziehungen in Vorkriegspolen und dem Holocaust, dessen Rolle in der Schaffung von Lem nicht zu übersehen wäre, die aber  Lem konsequent nach dem Krieg vermieden hat. Wojciech Zemek bestätigte, dass während seiner zehnjährigen Tätigkeit als Sekretär von Stanislaw Lem ist das Thema nicht einmal ein einziges Mal erschienen. Aber Lem erwähnte Lemberg oftmals und betonte, dass er kein Krakauer sondern Lemberger ist, dass sein Herz in der Stadt geblieben ist. Marianna Kijanowska und Viktoria Amelina erzählten über Bildern von Lemberg, die in den Werken des polnischen Schriftstellers erschienen und teilweise die Wahrnehmung der Stadt gestalteten.

Am Mittwoch, den 14. September wurde neben der Präsentation der Referate die Uraufführung des Films „Autor Solaris“ von Borys Lankosz und die Diskussion mit den Filmemachern dem Regisseur Boris Lankosz und dem Drehbuchautor Wojciech Orliński geplant. Am Donnerstag lädt die Europäische Kulturhauptstadt zu Dzyga ein zu zwei literarischen Treffen anlässlich der Buchpremieren der Serie EKH: „Illegaler Strom“ – die polnisch-ukrainische Anthologie der Breslauer Poesie ausgewählt von Jacek Bierut und „Die Straße hat kein Ende. Anthologie der polnischen Märchen“ von Wojciech Bonowicz.

[Foto: Myroslav Parkhomyk]

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